Suomi Natura : Die Geschichte

Als ich im Sommer 1983 das erste mal mit einem Rheinfischer nach Lappland reiste, hätte ich nie gedacht, dass ich dies 25 Jahre später im Internet auf meiner Homepage aufschreiben werde……….

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Während dieser Reise ins nördliche Finnland, welche noch zur Zeit des kalten Krieges stattfand, lernte ich einen Mann namens Martti Korhonen kennen.
Er war staatlicher Angestellter, für eine Fischerei in Mittelfinnland zuständig.

Durch ihn wurde ich auf die Problematik dieses Berufsstandes aufmerksam gemacht.
Die Seen Mittelfinnlands waren mit Barschen (Egli) übervölkert und diese Fische wurden daher nur als Futter für Nerz- oder Fuchsfarmen gebraucht. Die Binnenfischerei war damit am Boden und viele Fischer waren arbeitslos.

Konfrontiert mit dieser Situation, fingen wir 1984 an, die Barsche zu fangen und sie mit ausgebildeten, jungen Menschen zu zarten Filets zu verarbeiten.
Diese wurden in Portionen von 180g vakuumverpackt, tiefgefroren und am Ende der Fangzeit als gesammelte Sendung in die Schweiz geschickt. Dort angekommen stellten wir unsere Produkte in der Nähe unseres Wohnortes Augst der örtlichen Gastronomie vor. Viele der Gastronomen zählen auch heute noch zu unseren treuen Kunden.

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Nach 4 Jahren Aufbau in Lappland zählten mittlerweile 20-40 Fischer zu unseren Lieferanten. Es gab Tage da wurden uns bis zu 2000 kg Fisch angeliefert. Diese Menge konnten wir nicht mehr am gleichen Tag verarbeiten, so dass wir einen Teil in unserer neu eingerichteten Anlage bei -40 Grad schockgefroren und später in unserem Fischwerk in Kaiseraugst weiterverarbeitet haben. Da die Ausbeute an Barschen im Hochsommer aufgrund der warmen Temperaturen zurückgeht, die Waldböden sich jedoch mit einem wunderschönen Beerenteppich überziehen, fingen wir an, diese zu sammeln. Die gesammelten Beeren wurden von ortsansässigen Leuten zu uns gebracht und tiefgefroren. Mit örtlicher Hilfe wurden im Sommer bis 40 Tonnen Beeren gesammelt und zu unseren Kunden geschickt.

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Nach dem Zusammenbruch des Sowjetreiches und der damit verbundenen Öffnung des baltischen Raumes, kamen sehr schnell neue Lieferanten von Eglifilets auf den schweizerischen Markt. Viele von diesen mit finanzieller Unterstützung aus der Schweiz (EDA etc.). Die Folgen in der Schweiz waren drastisch und einige Fabriken mussten wegen dem Kostendruck schliessen. Wir überlebten und intensivierten unsere Zusammenarbeit mit Einkaufshäusern wie zum Beispiel Manor. Unsere Live Degustationen wurden legendär. Gleichzeitig fingen wir an, unsere Filets zu Knusperli, Egli im Bierteig und anderen Produkten zu verarbeiten. Mit Hilfe von angesehenen Küchenchefs verfeinerten wir alte finnische Rezepte und fingen mit der Produktion unserer „Suomi Heringsrollen“ an. Zusätzlich stellten wir verschiedene Fischsalate her, welche bis heute in Häusern wie Globus und Manor verkauft werden.

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Da sich unsere Produktepalette auf Fische, Fischprodukte, Beeren und Pilze erweitert hat, wurde auch unsere Kundschaft grösser. Für uns hiess dass, neue Sammelgebiete finden und Mitarbeiter schulen. Erste Schritte wurden bereits 1998 in Estland getan scheiterte jedoch aufgrund der Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partner. Im Jahre 2005 beschlossen wir, einen weiteren Versuch zu wagen und nach 3 Jahren intensiver Aufbauarbeit können wir mit stolz behaupten, unser Ziel erreicht zu haben.